Die dritte Sorte im Bunde der ersten Rotweinsorten der Bordeaux-Landschaft, ist der Merlot. Hauptanbaugebiet ist Frankreich, insbesondere das Bordeauxgebiet. In mehr als der Hälfte aller Departements mit Weinbau gehört sie zu den empfohlenen Rebsorten, und ihre Anbaufläche beträgt 40.000 ha. Die Bezeichnung "Merlot" kommt von Merle, kleine Amsel und soll auf die Vorliebe der Amseln für diese frühreifende Sorte hinweisen.
Der Merlot ist weich, schmeckt ein wenig nach Pflaumen, hat einen mittleren bis hohen Alkohol-Gehalt. Die Farbe dieses Weines ist dunkelrot. Merlot reift relativ früh und in vielen Gegenden Mitteleuropas daher auch gut aus; man kann ihn bereits ca. zwei oder drei Wochen vor den Cabernet-Sorten ernten.
Merlot eignet sich bestens zum Verfeinern und Harmonisieren anderer Sorten, wobei sich als der - wohl geeignetste Partner der Cabernet Sauvignon herauskristallisiert hat. Dabei kommt dem Merlot auch zugute, dass er gut mit Eiche harmoniert, sich also zur Fasslagerung (im Barrique) empfiehlt. Daher haben fast alle Bordeaux-Weine einen mehr oder minder hohen Anteil Merlot in der Cuvee.
In fast allen Weinbauregionen der Welt spielt der Merlot eine gewichtige Rolle. Die geschätzte bestockte Fläche liegt bei weltweit ca. 200.000 Hektar. Der Merlot steht damit an siebter Stelle des weitweiten Rebsortenspiegels.
Genuss
Der Merlot eignet sich zu schönen Wildgerichten oder kann einfach so getrunken werden.
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